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Meine SM- und Fetisch-Filmtipps


Da BDSM eine Welt unglaublicher Vielfalt und Geschmäcker ist, wundert es kaum, dass auch Filme dieses „Genres“ von unglaublich unterschiedlicher Art und Qualität sind. Was die einen fasziniert und aufgeilt, ist für andere halt absoluter Lustkiller und No-Go.

Mich selbst überzeugten bislang ausgesprochen wenige Filme des SM-Spektrums, wobei gerade die gehypten (relativen) Mainstream-Streifen bei mir gänzlich ihre Wirkung verfehlten. Über „50 Shades of Grey“ viele Worte zu verlieren, wäre müßig, denn dieses aufgeblasene Hochglanz-Märchen mit Missbrauchs-Hintergrund hat mit meiner SM-Welt wirklich nichts gemeinsam. Abgesehen von der in der Tat schicken Ästhetik des Spielzimmers, hat die dort geschilderte Welt rein Garnichts mit der von mir gelebten zu tun. Ein anderer Film, der mir – im Gegensatz zu vielen BDSMlern – rein gar nichts gibt, ist „Secretary“. In meinen Augen stellt dieser Film die traurige Story zweier vollkommen leerer Menschen dar, die lediglich durch klischeehafte Spielereien ein klein wenig Halt im Leben finden.

Ich persönlich halte es für bedauerlich, dass bei vielen Filmen mit SM-Kontext, die Protagonisten als gebrochene, tragische Gestalten geschildert werden, die ihre innere Leere durch Sensation Seeking zu kompensieren suchen. So nachvollziehbar vielleicht diese Sicht für außenstehende auf Menschen sein mag, die sich freiwillig in schwitziges Gummi quetschen, sich quälen, demütigen, vorführen und modifizieren lassen, so falsch und stigmatisierend ist auch diese eingeschränkte Denkweise (ebenso wie die Vorstellung, jemand wäre ein besserer Mensch, weil er religiös ist). Natürlich kommt es auch im BDSM zu nonkonformen Übergriffen und Verletzungen – ebenso wie in jeder anderen Lebensweise; nur wird anderswo nicht so abwertend und voreingenommen mit dem Finger gezeigt und pauschal von psychischen Defekten ausgegangen.

Preaching to the Perverted

Diese Mixtur aus Genervt sein von der Pathologisierung der SMer und Fetischisten zum einen und dem Fremdschämen über Vieles, was dort an Klischees ausgewalzt wird, hat auch dazu geführt, dass ich mir nur relativ selten einen solchen Film zulege. So fehlen denn auch definitive Klassiker wie „SM-Richter“ noch in meiner Sammlung, was sich aber nach und nach ändern soll.

Für mich war und ist BDSM hingegen ein Kosmos überlebensgroßer Gefühle und unendlicher Möglichkeiten, die man auf faszinierende und für Außenstehende teils erschreckende Weise erforschen und leben kann. Rituale und Ästhetik sind dabei für mich lediglich Bausteine meiner SM-Welt – zwar bedeutend und erregend, aber kein reiner Selbstzweck.

Gerade das Überwinden von Grenzen und Ängsten, das Entstehen ganz neuer Fantasien, Bedürfnisse, Leidenschaften und Fetische, die ständige Transformation der eigenen Persönlichkeit, ist für mich das wahrhaft faszinierende am BDSM. Und noch wichtiger: Das sinnliche Verschmelzen mit dem Partner, bis hin zur Session-Trance, wenn die Grenzen der normalen Welt gesprengt werden.

Perfect Skin

Vielen, die sich selbst als SMer bezeichnen, werden diese Gedanken wohl immer fremd bleiben; ich bezeichne sie daher auch eher als „Kinky Player“, die ihr Sexualleben mit ein wenig Schmerz und Fetisch-Utensilien aufpeppen. Und damit mich niemand falsch versteht: Ich liebe auch die Welt des „Kinky Play“, aber sie ist eben nicht das was ich unter BDSM, oder gar D/S, verstehe.

Da ich aber lieber über das schreibe, was mir gefällt, und damit bei Anderen Interesse dafür wecke, als das zu verreißen, was mir nicht gefällt, werde ich hier (vorerst?) nur über Filme berichten, die mich selbst begeistern. Und das bedeutet auch: Diese Filme gefallen ganz gewiss nicht allen, denn meine Leidenschaften und Fetische sind halt ebenso intensiv wie speziell.

Ein Wertungsschema mit Sternchen oder so wird es bei mir im Übrigen nicht geben, lest einfach meine Meinungen 😉


PS: Wieso ich mich mit BDSM-Filmen eher schwer tue, kannst Du hier bei meinen Gedanken lesen 💋

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Mehr Filme:

Perfect Skin

Perfect Skin (Mistress Chauve | 14. Mai 2021)

Dieser Film ist thematisiert fetischistische Abgründe und Leidenschaften, die erschreckend und verstörend sind – ich liebe ihn!

Preaching to the Perverted

Preaching to the Perverted (Caroline R.Ubber | 22. Februar 2021)

Ein Film der die entfesselte, schweißtreibende, extrem sexuelle Atmosphäre intensivster Fetisch-SM-Techno-Partys zelebriert

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Fetish Kinky Clinic Prague

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Wieso ausgerechnet ich einen Blog über Leidenschaft, Sex und alles drum herum verfasse? Weil ich bis vor einigen Jahren selbst noch unfassbar ahnungslos war, mich am liebsten in Kuscheltraumwelten versetzte und ein süßes, doch unscheinbares sexuell fast völlig unerfahrenes Pflänzchen war.

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