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Liebessklavin - Unterwerfung aus Liebe

von Jazz Winter


Klappentext von „Unterwerfung aus Liebe“:

JENSEITS ALLER GRENZEN

Die Architektin Erica soll Simon DiLuccas exklusives und sinnliches Restaurant »Private Room« einrichten. Sie fühlt sich stark zu dem charismatischen Selfmade-Millionär hingezogen, doch sie lässt sich aus Prinzip nie mit Kunden ein. Als die Arbeiten abgeschlossen sind, macht Simon ihr ein pikantes Geschenk: eine Nacht in den für besondere Zwecke vorgesehenen Privaträumen des Restaurants. Erica bricht mit ihren Prinzipien und lässt sich darauf ein. Doch Simon will mehr von ihr. Langsam führt er Erica an ihre Grenzen und zeigt ihr eine aufregende Welt der Lust und Unterwerfung.

Jazz Winter - Unterwerfung aus Liebe
Jazz Winter - Liebessklavin

Bis heute hat mich kein anderer Roman der SM-Literatur so gepackt, gefesselt und inspiriert wie der von Jazz Winters wundervoll intensiv und einfühlsam begleitete Weg einer starken, erfolgreichen Frau in die Obhut eines faszinierenden dominanten Mannes. Vor allem innere Konflikt der coolen Innenarchitektin und Edel-Ausstatterin Erica, die in den Bann eines Mannes Gerät, der ungeahnte Begierden in ihr weckt, macht diesen Roman bis zur letzten Seite glaubwürdig und spannend und sprüht zudem vor Witz und Esprit und großartigen Wendungen und Entwicklungen. Was aber Jazz Winters Roman über alle anderen mir bekannten Romantic-SM-Werke hinaushebt, ist die perfekt eingewobene und schicksalhafte Dark-SM-Entwicklung einer anderen Frau, bei deren Entwicklung ich allein bei dem Gedanken daran noch immer eine wohlig-erregte Gänsehaut bekomme.

Motiv: Alexandr Ivanov - Pixabay

Die Story:

Für Erica ist es die Chance ihres Lebens, ihre Karriere als Innenarchitektin auf ein ganz neues Level zu heben, als sie das Club-Restaurant „Private Room“ des ebenso attraktiven wie charismatischen Selfmade-Millionärs Simon DiLucca ausgestalten soll. Obwohl sie sich innerlich dagegen sträubt und ihre beste Freundin Marie sie abzuhalten versucht, verfällt sie mehr und mehr dem soghaften Reiz von Simons Welt aus intensivem, entfesselten Sex und immer intensiveren SM-Sessions. Dabei muss sie sich ständig fragen, wem sie noch vertrauen kann – und ob sie selbst nicht längst die Kontrolle verloren hat. Aber schon längst hat sie sich auf einen Weg begeben, der eine Rückkehr in eine „normale“ Existenz wohl kaum noch möglich macht.

Meine Meinung:

Viele würden in Erica wohl das exakte Gegenteil der devoten Maso-Sub sehen. Tatsache ist aber, dass für sadistisch Dominante wie mich der ganz besondere Reiz gerade darin liegt, ein so stolzes, selbstbewusstes Wesen in Welten zu führen, die alles verändern und auf ungeahnte Art öffnen und befreien. Dabei schildert Jazz Winter die erotischen Eskapaden und die Sessions mit einer bildhaften Fantasie und Eindringlichkeit, die ihres Gleichen sucht.

„Liebessklavin“ ist sowohl intensive Herz-Romanze wie auch atemberaubend intensiv sinnlich-harter Sex und ästhetisch-intensives BDSM mit Dom/Sub-Beziehungen, die so intensiv sind, wie man es sich nur wünschen (oder davor angstvoll zurückschrecken) kann. Jazz Winter beschreibt das alles derart intensiv, dass man als Leserin wirklich dabei ist und es durchlebt, wenn man sich darauf einlässt. Gerade den Sub-Plot um Lydia, „die absolute Masochistin“ finde ich dabei in zweifacher Hinsicht besonders wichtig und faszinierend.

 

Motiv: Alexandr Ivanov - Pixabay

Zum einen wird deutlich, in welche Abgründe totale Hingabe (an einen Menschen oder innere Dämonen) führen kann, ohne dass für naive Jung-Subs (in spe) zu deutlich der warnende Zeigefinger erhoben wird.

Zum anderen ist ihre Geschichte für Extrem-Fetischistinnen für mich der definitiv intensivste und sinnlichste Erzählstrang dieses großartigen Romans; und ich würde es außerordentlich begrüßen, wenn sich ein weiteres Werk eingehender mit ihrer Geschichte und ihrem weiteren Werdegang befassen würde (was für die Mainstream-Leserschaft dann aber wohl zu weit ginge).

Gerade die Geschehnisse um Lydia sind ausgesprochen doppelbödig und vielschichtig, wenngleich wahrscheinlich für viele nicht nachvollziehbar, die nicht selbst einmal mit den extremen Welten von Hörigkeit und Beeinflussung und Prägung durch Top oder Bottom real konfrontiert worden sind. Und letzteren wird sich wahrscheinlich auch nicht die intensive Tiefe dieses Romans und seiner Charaktere erschließen.

Website von Jazz Winter:
http://www.nachteule.eu/

Kommentare:

Little Dreamer schrieb am 03. Mai 2021 um 13.38 Uhr:

Hey that's funny, a few days ago I talked with a friend from Berlin about SM books! She should like that, I'll send her the link 🙃


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Wieso ausgerechnet ich einen Blog über Leidenschaft, Sex und alles drum herum verfasse? Weil ich bis vor einigen Jahren selbst noch unfassbar ahnungslos war, mich am liebsten in Kuscheltraumwelten versetzte und ein süßes, doch unscheinbares sexuell fast völlig unerfahrenes Pflänzchen war.

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